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Wieder einmal präsentiert uns Locomotive Records die Debutscheibe einer spanischen Band. Heuer sind es Circus, die aus Madrid stammen. Die Zeit seit ihrer Gründung 1998 (damals unter dem Namen Contradiction) nutzten die Jungs zum ausgiebigen touren innerhalb Spaniens, wo sie sich eine ordentliche Fanbasis erspielt haben. Höhepunkt dieser Auftritte war für die Band der Support von Metallica in Madrid 2003. Dies mag ein wenig verwundern, passen sie doch mit ihrem Gitarrenrock nicht so unbedingt zu den Amis. Sei's drum. Das Debut nun bietet ein dutzend eingängiger, straff komponierter Rocksongs mit spanischen Lyrics in angenehm normaler Stimmlage. Sie zeichnen sich durch das schöne Zusammenspiel von Akkustik- und E-Gitarren aus. Ohne viel Schnickschnack wird auf den Punkt gekommen, was die Länge der Stücke durch die Bank auf eine kompakte Länge von um die vier Minuten bringt. Keyboard und Piano werden gut eingesetzt und wissen so ebenfalls zu gefallen. Auffallend ist auch die leicht wehmütige Stimmung, die sich über fast die gesamte Scheibe erstreckt und durch die abschließende orchestrale Ballade "No soy yo" unterstrichen wird. Ausnahme ist hier das mich zu Beginn etwas an Bon Jovi erinnernde "Heroes". Leider fehlen mir auf der Platte irgendwelche Highlights. Alles ist eigentlich gut, aber eben nicht besonders. Somit fallen direkte Anspieltipps schwer. Vielleicht sei hier das mit einem sehnsuchtsvollen Refrain ausgestattete "Claudia" oder das recht dunkle, geschickt aufgebaute "Interior" genannt. Alles in allem ein ordentliches und gut produziertes Debut, das klasse zum nebenbei hören (und das ist jetzt bitte nicht negativ zu verstehen) geeignet ist und nicht nur bei Spanienfans gut ankommen dürfte. Wenn sich Circus in Zukunft zu dieser soliden Basis noch ein paar wirkliche Perlen aus dem Ärmel schüttelt, sollten sie auch außerhalb der Heimat auf sich aufmerksam machen können. |
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