|
|
|
|
|
|
|
|
|
CROSSCUT haben wohl die Entwicklung der Nu-Metal-Bewegung maßgeblich mit ihrem Album "God Given Time" vorangetrieben. Hauptverantwortliche Single dieses Album ist wohl nach einhelliger Meinung aller Beteiligten "Spit da fire", die in den Mosh-Schuppen der Republik rauf und runter gelaufen ist. Drei Jahre nach ihrem Erfolgs-Longplayer bringen die vier Jungs nun ihr zweites Full-Length-Album auf den Markt. Auch hier sind die altbewährten Hausmittel der CROSSCUT-Factory alle bis aufs Letzte genutzt worden. Ruhige, melodische Liedanfänge, die meist einem Sampler oder einem anderen synthetischen Instrument entspringen. Ein treffendes Beispiel hierfür ist der Song "Parade of clones", welcher mit einer einprägsamen Melodie beginnt und dann seicht mit Gitarren und Drums gesteigert wird, bis es nach ca. 30 Sekunden schlagartig zum üblichen groovigen Teil des Liedes übergeht. Apropos Groove: Der Refrain des Songs "Undercover your anger" ist hier als wirklich positives Beispiel zu nennen. Ich denke, dass bei diesem Lied wohl kein Nacken stillstehen kann. Meiner tut es zumindest nicht. Den Anfang von "Roll the dice" finde ich supergeil! Hier lassen sich die Qualitäten von Sänger Patrick Sommer voll auskosten, denn zu beginn dieses Werkes schreit sich der Kerl die Seele aus dem Hals. Sehr geil (um diesen zweifelhaft zu deutenden Ausdruck an dieser Stelle einmal mehr zu benutzen)! Mit ihrem Track "Siren" beschreiten CROSSCUT neue Wege, da hier auch eine Frauenstimme im Refrain zu hören ist, was aber der Qualität des Liedes keinen Abbruch tut...im Gegenteil. Ein richtig schön brutales Stück findet sich mit "Burn down Las Vegas" auf der CD. Wenn sich auf einem LIVE-Konzert bei diesem Gemetzel kein Circle-Pit bildet, dann weiß ich's aber auch nicht. Meine Einstufung: "Lebensgefährlich!" :-) Alles in allem hört sich das Album sehr geschmeidig an, ist abwechslungsreich arrangiert und bietet sowohl als "Hintergrundmusik" wie auch zum Abzappeln im Club Potential. Das Strickmuster der Songs ist allerdings etwas sehr simpel gehalten und erzeugt mit seiner ständigen Wiederkehr etwas "Lust nach etwas Neuem". Innovativ ist dieses Album nicht, aber mit alt bewährten Mitteln machen die Jungs hier auch nichts falsch! CROSSCUT-Fans des ersten Albums werden hier erneut auf ihre Kosten kommen. |
|
|
|