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25. Mai 2013 - Uhr
 
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11316 Reviews in der Datenbank
V.A. - Metalmessage Vol. I
Band: V.A.
Albumtitel: Metalmessage Vol. I
Label/Vertrieb: Metalmessage
Website: www.metalmessage.de
Veröffentlichung: 01.01.2005
Laufzeit: 57:30 Minuten
Autor: Andre Kreuz
Bewertung: /
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Limitiert auf 500 sammlerverdächtige Kopien liegt mir mit "Metalmessage Vol. I" ein Sampler unseres Kollegen Markus Eck vom Metalmessage-Magazin vor. Insgesamt zwölf Bands aus dem extremeren Spektrum buhlen auf dem fast eine Stunde langen Silberling um die Gunst des Hörers und sollen im folgendes kurz durchleuchtet werden.

Eröffnet wird der Underground-Reigen durch ein mir von mindestens zwei oder drei anderen Bands bekanntes Sample, das in diesem Falle von SARUMAN verwurschtelt wird. Bei mittelprächtigem Sound gibt es ein eigenständiges und durchaus reizvolles Gebräu aus Death/Black und etwas Advangarde zu vernehmen, das solange wirklich gut ist, bis die Frau den Mund aufmacht. Sogar ich kann mich mittlerweile mit female vocals anfreunden, aber das hier ist einfach nur grausam, tut mir leid.
SVARROGH an Startpostion zwei sind dann erst zu hören, wenn man den Lautstärkeregler großzügig nach oben justiert. Der rumplige Black Metal mit zaghaften Klargesang-Versuchen rechtfertigt diese Mühe allerdings nicht, alles in allem ist diese Combo die überflüssigste auf dem ganzen Sampler.
Bei DAEMONLORD aus Spanien geht es endlich bergauf, auch wenn der sterile Drumcomputer den Genuss dieses tiefergestimmten Death/Black-Bastards etwas trübt. Dafür gibt es aber kratzig-charismatische Vocals und ein paar nette Melodien, die sich zu den bedrohlich surrenden Riffs gesellen.
Mit "Ulvhedin" folgt von gleicher Band ein exklusiver Track von deren Demo "Gnipahellir". Wie schon auf dem noch recht frisch veröffentlichten regulären Album "Pagan Manifest" bekommt man hier midtempolastigen Viking Metal mit deutlichen EINHERJER-Anleihen geboten. Nicht schlecht und durch den schunkligen Refrain für Genre-Freunde sicher interessant, wenn auch noch nicht ganz mit der Klasse der Vorbilder.
Den "Triumph Of Winter" leiten nach den Norwegern ULVHEDIN die russischen NOMANS LAND ein. Hier wird gezeigt, wie man mit kraftvollem Klargesang punkten kann. Es wird durchweg auf viel Melodie Wert gelegt, so dass man hier nicht nur von der spielerischen Seite verdientermaßen vom ersten Highlight des Samplers sprechen kann.
Überhaupt steigt ab diesem Track das Niveau der Platte, denn auch die garstigen Österreicher BLOODFEAST gefallen mir mit ihrem derben Death Metal wirklich gut. Groove und Brutalität in Kombination mit kurzen an PRONG erinnernden Einschüben dominieren hier das Schlachtfeld, wobei auch besonders der coole Wechsel im Gesang positiv erwähnt werden muss. Tiefste Grunts liefern sich hier ein Duett der besonderen Art mit leicht verzerrten blackigen Vocals. Gegen Ende gibt es gar Keyboards und klare Vocals zu vernehmen, BLOODFEAST sollte man definitiv im Gedächtnis behalten!
MY COLD EMBRACE liefern mit "Melatonin" den Melodic Death-Beitrag zu "Metalmessage Vol. I" und wissen - wie schon im entsprechenden Review zu ihrer Scheibe "Katharsis" erwähnt - 100%-ig zu überzeugen. Zur vollsten Zufriedenheit werden hier Knüppel-Parts mit hochmelodischem Liedgut a la Göteborg verwoben.
Total überrascht hat mich dann CARVED IN STONE, die mit ihrem folkigem "Heldentod" eine willkommen Abwechslung zum bisherigen Material bieten. Manchen wird das Gefasel von Asen und Donar und Helden wohl nerven, ich persönlich fühle mich von dem einfachen (nicht im negativen Sinne), an Lagerfeuermucke erinnernden Akustik-Geklampfe aber durchaus angesprochen. Muss mir von Kollege Thorsten mal die CD schnappen!
CERBERUS, die wie auch CARVED IN STONE auf Schwarzdorn sind, liefern dann mit rasendem true Black Metal das krasse Gegenteil. Ausbaufähig besonders im Sound (auch wenn Sänger Beleth das ganz anders sieht) kann die Band mit ihrem ungeschliffenen und räudigen Material punkten und dürfte vor allem Freunde der guten alten frühen 90er Schule ansprechen.
UHRILEHTO kannte ich bisher nur vom Album "Vitutus Millenium" her, der hier vorliegende Track "The Last Grieving Farewell" stammt hingegen von "Viimeinen Vitutus" und gefällt mir wesentlich besser. Hätte der Band diese Steigerung nicht so ohne weiteres zugetraut. Anhänger melodischen Blacks mit Keyboards dürften hier auf ihre Kosten kommen.
Den vorletzten Platz nehmen die Deutschen Recken von SAXORIOR ein, die mit eigenständigem und Keyboard-angereichertem Death Metal mit Pagan-Schlagseite überzeugen können. Ähnlich wie ihre lettischen Kollegen von SKYFORGER wird mit viel Herzblut und Durchschlagskraft eine explosive Mischung aus hymnischem Metal-Epos und brachialem Todesblei zelebriert.
Episch, zumindest mit einer Länge von gut zehn Minuten, ist auch der letzte Song von der deutschen Black Metal-Formation LUNAR AURORA. Eisig klirrende Schwarzwurzel-Tonkunst mit leichtem Hall, genretypischem Gesang und reichlich Breaks in atmosphärische Luftholer stehen auf dem Programm, so dass der Sampler würdig abgerundet wird.

Fazit: Bis auf ein paar Durchhänger zu Beginn und ein weniger gelungenes Cover-Artwork ist "Metalmessage Vol. I" für Anhänger des Undergrounds eine interessante Alternative zu den Mainstream-Samplern. Immerhin bekommt man nicht ganz alltägliche Bands geboten, von denen die meisten erhebliches Potential besitzen und die jeweils kurz im farbigen Booklet vorgestellt werden. Da das gute Stück auf 500 Einheiten limitiert ist, checkt bei Interesse einfach mal obige Homepage!
   
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