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Einige Monate nach dem musikalisch wenig geglückten Saxon Tribute lässt das Hamburger Label Remedy Records eine Tribute Platte für die deutschen Piraten von Running Wild vom Stapel, der augenzwinkernde Titel lautet: "Revivalry - A Tribute To Running Wild". Das Artwork sieht original aus wie eine alte Running Wild Platte und wurde von Kris Verwimp mit sehr viel Liebe zum Detail erstellt. Dort spiegelt sich die Unterstützung von Running Wild und der Bandhomepage wieder, deren Webmaster Jens Pohl die Linernotes hier verfasste. Auf der ersten CD befinden sich auf den ersten sieben Plätzen nur Bands aus dem hauseigenen Remedy Stall (u.a. Stormwarrior, Paragon, Dark Age, Predator, Burden Of Grief, Twisted Tower Dire) und später folgen noch weitere. Auch Labelboss Jörn Rüter covert zwei Songs mit seinen beiden Bands Torment (nett & räudig) und Kneipenterroristen ("grölige Onkelz meets Onkel Tom Version" von Chains & Leather" in deutsch - sehr nervig!!). "Revivalry" ist nicht wie viele Tributealben wo bekannte Metalhelden noch bekanntere nachspielen. Undergroundbands wie Reviver oder Not Fragile sind am Start und das finde ich mal eine erfrischende Abwechslung. Auch ist die Songauswahl recht ausgewogen und natürlich überwiegen die Klassiker, aber sogar "Ballad of William Kidd" wurde genommen, was ja recht "neu" ist. Wieder kommt es darauf an, was die Band aus den Hits macht... Erfreulich ist die Tatsache, dass einige Bands ihren Sound in die RW Songs einbauen und z.B. Keyboards verwenden, was bei den Piraten ja nie vorkommt. Die mir unbekannten Scherzbolde Pavel Kaminski & Jurek Kapellev machen aus "Riding The Storm" z.B. eine akustische Ballade mit True Metal Gesang und fetten Chören, was echt klasse ist, wogegen Asarus Death/Black Metal Version von "Black Hand Inn" richtig derben Gesang hat. Kacke ist es wenn der Song einfach stumpf runtergeholzt wird und dann noch gesanglich nicht passt. Aber auf dieser ersten CD findet sich eine Menge Licht und einige durchaus nette Versionen, welche genauso wie die Bonus CD mit fetter Spielzeit glänzt. Auf der zweiten CD (der sogenannten Bonus CD) befinden sich jede Menge Undergroundbands ohne Deal, wovon mir lediglich Sardonic (hier im Duett mit Michael Seifert von Rebellion/ Black Destiny), Crystal Shark und die unterdurchschnittlichen Italo-Power Metaller Airborn (unglaublicherweise bei Remedy unter Vertrag) bekannt sind. Einige Namen wirken auch wie extra für diese CD zusammengestellte Projekte und sind wegen Sound und Umsetzung zum Weglaufen (u.a. Agents Of Rock, Torture Boat) So finde ich auch leider Beiträge, die ich gar nicht so übel finde, aber der Klang doch zum Weglaufen sind. Wiederum sehr atmosphärisch ist die mit Frauengesang versehene Balladenversion von "Freewind Rider" des Duos Jontif. Hat was! Fazit: "Revivalry - A Tribute To Running Wild" ist eine feine Sache mit dicker Spielzeit, die ohne große Namen auskommt und natürlicher, spontaner klingt als die meisten Alben dieser Art! |
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