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Es regnet. Aus der Tiefe der Nacht tönt verhalten ein Piano. Dann bricht die Hölle los. Gitarren heulen um Erlösung, doch es wird keine geben. Der schlagzeugerne Motor läuft weiter und schneller und treibt dabei immer tiefer in die dunklen Schluchten einer Seele, die aus den Abgründen eines blutigen Rachens ihre Stimme erhebt um der Welt ihr Leid zu klagen. Diese Reise führt durch die Welten Poes und Hölderlins, durch Trauer, düstere Märchen und finnische Landschaften. Liebe und Tod vereinen sich in einem schauerlichen Wechselspiel aus pechschwarzem Melodic Death Metal und weise gestreuten Akustikparts... Brutal melancholisch zeigen sich INSOMNIUM auf ihrem dritten und bisher besten Album. Die Band hat sich gegenüber dem Vorgängerrelease "Since the day it all came down" noch einmal gesteigert, ihre Einzigartigkeit herausgearbeitet und endlich einen Sound verpasst bekommen, der mein königliches Gehör voll befriedigt. So würde ich die alten IN FLAMES Sachen gerne mal hören, zu denen ich hier im Review eh einige Parallelen aufzeigen könnte. Aber INSOMNIUM sind doch irgendwie anders. Man könnte vielleicht sagen "gothischer". "Above the weeping world" ist ein sehr stimmiges Album, das mal walzt und mal nach vorne geht, dabei aber stets die Atmosphäre wiederspiegelt, die auf dem Coverbild so wunderbar zum Ausdruck gebracht wurde. Der Suchtfaktor siedelt sich bei mir jetzt schon im bedenklichen Bereich an, so dass ich die Scheibe uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Pflichtstoff für Genrefans, Wasser auf die Mühle eines jeden Depressiven. Das Geballer verstummt, Piano, Regen, Ende. Kaufen! |
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