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Sind STRATOVARIUS noch immer eine große Nummer? Da gehen die Meinungen mittlerweile auseinander, bedenkt man die Querelen, die es mit und um Timo Tolkki gab. Doch das alles ist momentan Schnee von gestern und Fakt ist, dass nach langer Wartezeit mit "Polaris" ein neues Werk veröffentlicht wird, bei dem alle wichtigen Bandmitglieder, außer Tolkki natürlich, wieder am Start sind. Hat sich etwas geändert? Ich denke nein, denn STRATOVARIUS sind noch immer als Verpackung so, dass der Inhalt genau so schmeckt, wie er von außen aussieht; wie ihn die Fans mögen. Melodisch, kraftvoll und frisch, so wird die Scheibe von der Plattenfirma angepriesen. Aber, und das muss gesagt werden, so ist es auch. "Polaris" klingt so klar und rein wie der Polarstern und die Band wird jeden Fan zufrieden stellen, sei es mit abwechslungsreichen, progressiv angehauchten Songs wie "Falling Star" oder schnelleren Nummern wie "Blind". Über das gesamte Album gesehen, wechseln sich die Songs im mittleren Tempobereich mit knalligen Abgehnummern ab, und zudem gibt es zahlreiche schöne, dominante Keyboardpassagen, die zu gefallen wissen. Gitarrist Matias Kupiainen hinterlässt spieltechnisch einen ausgezeichneten Eindruck und setzt sein Instrument jederzeit sehr songdienlich ein, hat aber selbstverständlich eine paar schöne Soloteile am Start. Timo Kotipelto singt noch immer wie ein junger Gott und macht einige Songs, wie beispielweise die Halbballade "Winter Skies", zu Gänsehauterlebnissen. Letztendlich erreicht die Band mit dem Album nicht mehr die Qualität der Standartwerke "Visions" oder "Episode", muss aber den Vergleich mit den letzten Veröffentlichungen nicht scheuen. Da darf man gespannt sein, wie sich die Truppe um den neuen Gitarristen live schlagen wird. |
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