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26. Juni 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

XELL - Thebulgarianmetalblowoutpowercore'n'speedupmusicstalgia
Band XELL
Albumtitel Thebulgarianmetalblowoutpowercore'n'speedupmusicstalgia
Label/Vertrieb Firefield Records/ Twilight
Homepage www.xellmusic.com
Verffentlichung 07.10.2011
Laufzeit 41:58 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Wie man sich doch tuschen kann. Als ich den Titel zum ersten Mal gelesen habe, hatte ich fast schon keine Lust mehr auf diese CD. Im Nachhinein habe ich es verstanden: "Thebulgarianmetalblowoutpowercore'n'speedupmusicstalgia" ist alles, nur nicht alltglich, die Bezeichnung passt einfach zur abgedrehten Musik von XELL. Mit allerlei ungewhnlichen Instrumenten bewaffnet, macht sich der in Bulgarien geborene und in Deutschland aufgewachsene Musiker mit Untersttzung von einigen Klassik-Spezialisten auf, Grenzen zu sprengen. Unter Anderem sorgen Klarinette, Violine und Kontrabass fr eine berraschend ideenreiche Fusion von Heavy Metal, Industrial, Klassik und Folklore. Die Scheibe klingt genauso verrckt, wie sich das liest. Die Qualitt der einzelnen Stcke schwankt leider von Song zu Song. Negativ sind mir die teils recht schwachen elektronischen Klnge aufgefallen. "Wika Margarita" htte zum Beispiel ohne die knstlichen Beats fr mich viel besser funktioniert. Da ich mich mit so was generell etwas schwer tue, muss das nichts heien. Auerdem haben mir einzelne Passagen des Albums trotzdem ziemlich gut gefallen. "Winter" berzeugt durch einen spannenden Aufbau, welcher einfach nur Spa macht. Der Bassist darf sich hier ein bisschen austoben und der Wechsel von Folk auf epischen Metal funktioniert tadellos. Zwischendurch gibt es noch Durchschnittliches, wie "Stofftier", welches pltzlich mit ungewhnlichem, deutschen Text daher kommt. Schlielich gipfelt "Thebulgarianmetalblowout..." in dem groen Finale "Xell'A'Vie". Fr mich ist dieses Lied das mit Abstand beste auf dem Album. Hier funktioniert die Mischung verdammt gut, die siebeneinhalb Minuten haben bei mir groen Eindruck hinterlassen. Alleine deswegen wird die Scheibe sicherlich noch fter in meinem CD-Spieler landen. XELLS Beweggrund ist es, "einen musikalischen Ausdruck als kulturbergreifende Sprache einzurichten". Durchgehend geglckt ist dies nicht, aber die Anstze sind auf jedem Fall vorhanden und trotz kleiner Schwchen ziemlich interessant.
   
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