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24. Mai 2013 - Uhr
 
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FILM - Waking Up Dead
Band: FILM
Titel: Waking Up Dead
Label/Vertrieb: Demolition Records / MVD
Website: www.myspace.com/wakingupdeadmovie
Veröffentlichung: 2008
Laufzeit: 160:00 Minuten
Autor: Thorsten Dietrich
Bewertung: 9 von 15 Punkten
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"Waking Up Dead" ist eine Dokumentation des Schlagzeugers Phil Varone, der mit Saigon Kick Anfang der 90er recht erfolgreich war, aber irgendwann im Zuge des Grunge Booms kleinere Brötchen backen musste und nach dem Ende der Band vier Jahre bei Skid Row trommelte. Über sein Leben hat der 41 Jahre alte Amerikaner nun mit "Waking Up Dead" einen Rückblick gemacht, wo er teilweise schonungslos mit der Handkamera sein Tourleben, seine Drogenabhängigkeit und sein Umfeld dem Zuschauer zeigt. Phil redet viel in den professionell geführten zwischen geschnittenen Interviews, ebenso wie Weggefährten und seine Ex-Frau. Man erkennt, dass der schwer tätowierte Musiker einfach die Bahn verloren hatte und trotz zwei Kinder und einer Frau kokainabhängig wurde, sein Geld dafür verprasste und seine Ehe drauf ging. Er wollte halt berühmt werden und Rockstar sein... Viele Dinge sind interessant, aber manchmal ist mir die Sache zu voyeuristisch, z.B. das Filmen von halbnackten Groupies, die ihre schlabbrigen Dinger in die Kamera recken oder die Sexszene mit seiner damaligen Freundin, einer Pornodarstellerin. Aber so sind die Amis halt! Sobald eine Kamera läuft, drehen die halt durch, zeigen alles und sagen gerne FUCK! Manche Protagonisten haben ein unkenntliches Gesicht, so dass ich denke, dass sie keine Erlaubnis für die Ausstrahlung gaben, was besonders bei Teilen der Band Skid Row seltsam rüberkommt. Was mir an Phil gefällt ist die Einstellung, dass Musiker normale Menschen sind und normale Probleme haben. Mittlerweile ist Phil clean, tourt nicht mehr endlos, scheint relativ erfolgreich u.a. als Stand Up Comedian, Radiomoderatorzu sein und hält Vorträge in amerikanischen Colleges! Sowas geht auch nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Respekt! Diese Dokumentation ist interessant, auch für Leute wie mich, die keine Saigon Kick Fans sind. Es ist auch eine Warnung Drogen zu nehmen und dadurch viele Momente und Menschen in seinem Leben vergessen zu haben. Als Bonus gibt es eine Stunde Extramaterial, was im 90 Minuten Film geschnitten wurde. Wer die DVD schaut, muss aber des Englischen mächtig sein, da es leider keine Untertitel gibt.
Mehr als ein oder zwei Mal schaut man sich so eine Doku aber nicht an.
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