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Wenn ich mir die Tagged Classics so ansehe fällt mir doch erneut auf, dass die WWE es um die Jahrtausendwende teilweise noch besser als heute verstanden hat, ihr Produkt besonders interessant zu gestalten. Zu Beginn der Neunziger kam man sich dank seltsamer Gimmicks doch öfter vor wie bei der Muppet Show. Heute ist davon zum Glück nicht mehr allzu viel übrig; doch 2000 hatte das Kreativteam offensichtlich den Riecher für die richtige Mischung aus athletisch anspruchsvollen Darbietungen und wenig kinderfreundlicher Unterhaltung (meiner Meinung nach sollten Kids unter 10 Jahren ohnehin nicht unbedingt zu einer WWE Show gehen, die DVDs sind ja auch im besten (und seltensten Fall) ab 12). "Unforgiven" und "No Mercy" 2000 waren solche extrem unterhaltsamen PPVs, die die letzten aktuellen Großveranstaltungen mitunter locker in die Tasche stecken. Ok, man hatte damals nun mal Zugpferde wie The Rock oder Stonecold Steve Austin, aber auch das "Rahmenprogramm" wusste zu überzeugen. Damals wusste man auch bei einem Triple H noch nicht zwangsläufig welcher Move als nächstes kommt und Chris Benoit weilte noch unter den Lebenden. Fast jedes Match der beiden PPVs kann als kleines oder sogar großes Highlight bezeichnet werden. "Unforgiven" trumpft unter anderem z.B. mit folgenden Sahneschnittchen auf: Dudley Boyz & Acolytes vs. Right To Censor (Tische, was sonst?!), einem 6 Mann Hardcore Championship Match (Schmerz!), Edge & Christian vs. The Hardy Boyz (im Stahlkäfig!) und Kurt Angle vs. Triple H in einem Match ohne DQ. "No Mercy" punktet u.a. mit einem Stahlkäfigmatch zwischen X-Pac und Chris Jericho, einem No Holds Barred Match zwischen Rikishi und Stone Cold (Hossa!), Chris Benoit vs. Triple H und The Rock vs. Kurt Angle. Wer von der aktuellen Situation (vor allem bei RAW), insbesondere von vorhersehbaren Matchverläufen und ausgelutschten Matchpaarungen ein wenig gelangweilt ist, sollte sich schleunigst dieses schicke Set zulegen. |
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