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628 Reviews in der Datenbank
Billing: BRAINSTORM, AT VANCE, MERCENARY
Ort: Andernach, JuZ
Datum: 23.04.2005
Autor: Roland Wohde
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Endlich haben es Brainstorm geschafft. Die Jungs aus dem Schwabenland bestreiten zur Zeit mit dem neuem Album "Liquid Monster" im Gepäck ihre erste Headliner Tour. Ihr vierter Stop auf dieser Reise war am 23.04.2005 das Andernacher JuZ. Schon um kurz vor acht an diesem Abend hatte sich eine ansehnliche Schar Headbanger eingefunden, um sich auch die beiden Supportbands At Vance und Mercenary nicht entgehen zu lassen.

Mercenary

Die Dänen Mercenary übernahmen hierbei die Rolle des Anheizers. Dass die Band mit ihrem viel gelobten letzten Output "11 Dreams" einen großen Schritt in Sachen Bekanntheit und Fankreis getan hat, machte sich auch in Andernach bemerkbar. Denn schon zu Beginn des Gigs sorgte der Teil des Publikums, der mit dem Material vertraut war, ordentlich für Stimmung. Die zu Beginn noch etwas verhalten wirkende Band kam dementsprechend schnell in Fahrt und steigerte sich im Laufe des Gigs immer mehr. Leider war der Sound nicht optimal, und so kamen ein ums andere Mal Feinheiten der Gitarrenfraktion und auch der klare Gesang von Fronter Mikkel Sandager nicht richtig zur Geltung. Trotzdem machte die moderne Metalmixtur aus aggressiven Doublebass-Attacken und melodischen Parts mächtig Laune. Neben dem auf der Bühne federführenden Mikkel war besonders der Basser, der auch für die Growls zuständig war, ein Blickfang. Auch wenn sein Longsleeve etwas knapp bemessen war, machte er doch wie alle Bandmitglieder musikalisch eine gute Figur und man sorgte gemeinsam für ein amtliches Energielevel auf der Bühne. Nach knapp 40 Minuten, in denen fast ausschließlich Material des letzten Albums zum Zug kam, verließ die Band unter dem Applaus der während des Gigs immer zahlreicher werdenden Zuschauer die Bühne. Cool!

Mercenary

Setlist Mercenary:

  1. Re Destruct Dead
  2. Firesoul
  3. Seize The Night
  4. Sharpen The Edges
  5. World Hate Center
  6. 11 Dreams

Nach kurzer Umbaupause enterten At Vance die Bühne. Mit dem aktuellen "Tell me" stieg die Band im Vergleich zu Mercenary zwar seichter, für ihre Verhältnisse aber recht heftig in den Set ein. Ein Manko, das gleich ins Ohr fiel und sich leider durch den gesamten Gig ziehen sollte, war das fehlende Volumen im Sound der Band. Im Vergleich zur fett tönenden letzten Scheibe klang alles irgendwie recht dünn und nahm dem Ganzen viel Energie. Erschwerend kam hinzu, dass auch die Band auf der Bühne nicht wirklich mitreissend auftrat. Während auf dem Tonträger die Songs von At Vance vor allem durch die tolle Stimme des Sängers und dem Gitarrenspiel von Olaf Lenk lebt, musste der gute Mann am Mikro auf der Bühne quasi als Alleinunterhalter agieren.At Vance Er poste, bangte und sang wirklich klasse, hatte es aber schwer, denn seine Mitstreiter waren teilweise zu zurückhaltend. Natürlich ist nicht jeder der geborene Bühnenmensch und Showmaster, aber ein wenig Enthusiasmus kann man schon zeigen. Besonders Bandgründer Olaf versprühte mitunter die Energie eines alten Teebeutels. Schade, denn At Vance haben eine Menge guter Songs, von denen sie am heutigen Abend vorwiegend die neueren Datums spielten. Aber auch einige ältere Ohrwürmer fanden den Weg in die Setlist wie z.B. das abschließende "Only Human". Auch wenn die Fans sicher ihren Spaß hatten, für mich eher enttäuschend.

At Vance

Setlist At Vance:

  1. Tell Me
  2. The Evil In You
  3. Fallen Angel
  4. Heart Of Steel
  5. Rise From The Fall
  6. Chained
  7. No Speak
  8. Broken Vow
  9. Right Or Wrong
  10. Now Or Never
  11. The Curtain Will Fall
  12. Take Me Away
  13. Only Human

Brainstorm

Eine Lehrstunde in Sachen musikalischer Power und schweißtreibender Show war der nun folgende Auftritt von Brainstorm. Jeder der die Band schon einmal live erleben durfte weiß, dass der Trupp die beachtliche Energie seiner Platten auf der Bühne locker umsetzten kann. Und dass sie mit dem sympathischen Energiebündel Andy B. Frank einen absoluten Trumpf in ihren Reihen haben, ist auch klar. Aber so wie an diesem Abend habe ich die Jungs noch nicht erlebt. Bis in die Haarspitzen motiviert, locker und bei bester Laune, merkte man sofort wie sehr sich Brainstorm über ihre erste Headlinertour freuten. Brainstorm Genauso groß war aber auch die Freude auf Seiten der Fans, denn von der ersten Minute an feierten sie die Band richtig ab. Von solch einer Reaktion wirklich überrascht legten Brainstorm noch eine Schippe drauf und machten so die nächsten gut 100 Minuten zu einem Triumphzug. Die Band spielte klasse zusammen, bangte was das Zeug hielt und war für jeden Spaß zu haben. Fronter Andy leitete gewohnt locker und witzig durchs Programm, stellte seine Ausnahmestimme einmal mehr unter Beweis, feuerte das Publikum immer wieder an und war bald selbst von Kopf bis Fuß schweißgebadet. Da außerdem der Sound nun endlich richtig gut war, konnte man sich der Wucht der Songs einfach nicht entziehen. Egal ob alt ob neu, egal ob Speedgranate oder Midtempowalze, alles wurde begeisternd dargeboten und begeistert aufgenommen! Was soll man da noch weiter sagen. Schade für alle die nicht dabei waren, denn Brainstorm haben mit einem dicken Ausrufezeichen bewiesen, dass diese Headlinertour längst überfällig war. Hammer!

Brainstorm

Setlist Brainstorm:

  1. Intro
  2. World's Are Coming Trough
  3. Blind Suffering
  4. The Leading
  5. Voices
  6. Highs Without Lows
  7. Lifeline
  8. Shadowland
  9. Tear Down The Walls
  10. Inside The Monster
  11. Shiva's Tears
  12. For Never
  13. Soul Temptation
  14. All Those Words
  15. Hollow Hideaway
  16. Burns My Soul
  17. Doorway To Survive
  18. Under Lights

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