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628 Reviews in der Datenbank
Billing: WOLF, DEW-SCENTED, TRIVIUM
Ort: Köln, Live Music Hall
Datum: 09.12.2006
Autor: Olaf Reimann, Roland Wohde
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An einem lauen Wochenend-Abend im Dezember hatten sich eine Menge Freunde der harten Klänge auf den Weg gemacht, um den neuen Aufsteigern in der Metal-Liga zuzuschauen.
Nachdem wir uns, wie für myrevelations-Mitarbeiter üblich, mal wieder verfahren hatten und somit recht spät vor der Live Music Hall ankamen, konnten wir allerdings ganz stolz einen Parkplatz direkt vorm Venue ergattern.

WOLF
Leider hatten Wolf ihren Gig schon zur Hälfte absolviert. Dennoch verpasste ich nicht meinen Lieblings-Song der Truppe "I Will Kill Again", der zusammen mit den noch folgenden 3 Stücken die relativ kurze Setlist der Skandinavier, die trotzdem jedes Album der Schweden berücksichtigte, abschloss.
In der gut gefüllten Halle machte sich während des Wolf-Gigs zwar nicht gerade die ultimative Euphorie breit, doch ich hatte den Eindruck, dass die Besucher dem Oldschool-Sound der vier Schweden durchaus Respekt zollten. (Olaf)

Setlist Wolf:
Steelwinged Savage Reaper
The Bite
Electric Raga
I Will Kill Again
Children Of The Black Flame
Genocide
Evil Star...

DEW-SCENTED
Mit dem Sound der vier Norddeutschen konnte ich leider nicht allzu viel anfangen. Der Großteil der Besucher im vorderen Bereich der Live Music Hall dafür wohl umso mehr, denn die Stimmung stieg merklich und erste kleine Moshpits bildeten sich und einzelne Crowdsurfer glitten über den Köpfen in der Menge dahin.
Immer wieder fielen mir einzelne (Gitarren-) Parts auf, die wirklich gut gemacht waren. Der Thrash Metal der Truppe ist es sicher wert, dass ich mich mal in eine CD reinhören werde. Wenn dies neben mir noch viele weitere Leute tun, die die Band bisher noch nicht kannten, hat sich sicher für DEW-SCENTED die Tour im Vorprogramm von TRIVIUM gelohnt. (Olaf)

TRIVIUM
Nach einer weiteren kleinen Umbaupause wurde es dann mit dem Auftreten von Trivium im Handumdrehen ein gutes Stück voller, heißer, und lauter in der Live Music Hall. Sofort merkte man, wegen wem die Leute gekommen waren, und ins Publikum kam reichlich Bewegung. Neben nun zahlreich vorhandenen fliegenden Matten und Crowdsurfern, die die Security beschäftigt hielten, kam nach Aufforderung von Fronter Matthew Heafy. auch ein wirklich amtlicher Circlepit zustande. Und endlich konnte man sich nun über eine Lightshow freuen, die bei den beiden Supportacts quasi nicht vorhanden war. Dafür litt unter der Lautstärkenerhöhung leider der Sound, und Trivium mussten mit der schlechtesten Qualität des Abends auskommen.
Schade, aber der Stimmung tat dies keinen Abbruch und die Band wurde ordentlich abgefeiert. Erwartungsgemäß kamen aktuelle Granaten wie das nicht mehr aus dem Kopf zu kriegende "We`re Fire" am besten an, aber auch älteres Material wurde von den Fans dankend aufgenommen. Die Band machte durch die Bank ordentlich Dampf auf der Bühne (auch wenn die Posen schon manchmal etwas einstudiert aussahen), kam sympathisch rüber und bot damit eine wirklich gute Show. Sehr enttäuschend war jedoch der Abgang ohne Zugabe und die damit verdammt magere Spielzeit von gerade mal einer Stunde. Eine üble Sitte, die sich, genauso wie das Rauskehren der Zuschauer aus der Halle unmittelbar nachdem der letzte Ton verklungen ist, eingeschlichen hat. Wohl nicht nur für mich ein unnötiger Stimmungsdämfer des gelungenen Abends. (Roland)

Fotos: Roland
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