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628 Reviews in der Datenbank
Billing: SAXON, EVIDENCE ONE, PHARAO
Ort: Andernach, Juz Live Club
Datum: 08.12.2007
Autor: Thorsten Dietrich & John Schmitz
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Dafür dass SAXON an jeder Steckdose spielen und dieses Jahr schon mal auf Tour kamen, waren 500 Zuschauer bei 28 € Abendkasse in Andernach doch ein feiner Schnitt! Im Vorprogramm geisterte der PHARAO herum. Wer die Band nicht kennt, der hat nichts verpasst! Handwerklich solider, aber unspektakulärer Metal aus Berlin ist mein Fazit. Evidence One Die Band war wohl im Osten früher eine Kultband, aber so was ist ja mit Vorsicht zu genießen. Das nützt 2007 nichts mehr. Evidence One Die Ansagen des Frontmanns erinnerten laut meiner Freundin aufgrund der Schnappatmung an Horst Schlemmer und waren eher peinlich als locker. Ab und an funkte der Dat-Recorder dazwischen und löste das "Carmina Burana"-Intro noch mal aus, was den Frontmann zu dem peinlichen Satz: "Für einen Keyboarder haben wir zuwenig Geld" hinreißen ließ. Eine Runde Mitleid an die Pharaonen!

Nach einer halben Stunde war der Spuk dann vorbei und vor der Bühne wurde es dann bei den Melodic-Metallern EVIDENCE ONE etwas voller. Die hatten auch nur eine Rumpfbesetzung am Start, da Schlagzeuger und Gitarrist nicht mit auf Tour gehen konnten, weil sie ihr Geld mit der Metalcoverband JUSTICE machen. Gitarrist Nummer zwei "Schimmi" war auch nicht am Start, weshalb nur Aushilfsklampfer Barish Kepic (ex JADED HEART) für Riffs sorgen konnte. Der Mann passt auch sehr gut zu der Band und erledigte seinen Job recht gut, genauso wie Drummer Bernd Herrmann. Frontmann Carsten Schultz (ex-DOMAIN, ANGEL OF EDEN) war der Animateur schlechthin, immer in Bewegung zeigte er die richtigen Posen auf der Bühne. Dabei stellte er auch eine tolle vokale Leistung unter Beweis, was das reservierte Publikum dann doch zum Mitmachen trieb. So musste geklatscht und der Name der Band gebrüllt werden, alles nichts neues, aber sympathisch umgesetzt. Der Poser Nr 1. war Bassist Hutch Bauer, der mit schwarz lackierten Fingernägeln und ebenso gefärbten Haaren tierisch nach US-Poser Metal aussah und sich auch auf der Bühne gut in Szene setzen konnte. Eine knappe Dreiviertelstunde präsentierten die Vier ihre Hits und überzeugten sicher nicht nur mich mit ihren Songs. Auf jeden Fall will ich diese Band einmal in voller Besetzung sehen! (Thor)

Evidence One

Setlist:

  • The Sky Is The Limit
  • Tattooed Heart
  • Written In Blood
  • Mr. Madness
  • Won't Sleep
  • Criticize The Truth
  • When Thunder Hits The Ground
  • In The Beginning...

Als der brechend volle Club gegen 21.20 Uhr in stimmungsvolles grünes Licht getaucht wird, wissen alle was sie erwartet. SAXON gehören nach wie vor zu den besten Livebands, und sind quasi ständig auf Tour. Die Briten legen mit "State Of Grace" los und von Beginn an ist die Stimmung vor als auch auf der Bühne prächtig. Auch der Sound stimmt, denn die Mucke tönt klar und differenziert aus der PA. Das Licht unterstützt die Band sehr gut. Der Lichtmann erledigt seinen Job mit Hingabe, denn er bangt wie verrückt mit und bei zunehmender Spieldauer wird seine Begeisterung immer größer (was allerdings auch an der immer leerer werdenden Flasche Jackie liegen kann, die er behütet wie seinen Augapfel). Im Gegensatz zur ersten "Inner Sanctum Tour" im Frühjahr setzen Biff und seine Mannen verstärkt auf Songs älteren Datums. Mit "Witchfinder General" hat es nur ein Song der letzten Platten in die Setlist geschafft. Den aktuellen Output bedient man mit fünf Tracks. Dafür freut man sich natürlich umso mehr auf ewige Klassiker der Marke "Dallas 1PM", "747", "Princess Of The Night", "Wheels Of Steel", "Crusader" und "To Hell And Back Again". Das JUZ brennt und dicke Dunstschwaden ziehen aus allen Fenstern und Öffnungen des Clubs. Basser Nibbs gibt auf der Bühne wieder alles, bangt um sein Leben und fragt sich, wie sein Sänger da nur mit Mantel und Schal auf der Bühne stehen kann. Biff bleibt nämlich wie immer gelassen, verlässt sich auf seine Ausstrahlung und auf seine humorvollen Ansagen und dirigiert den Gig souverän durch die knapp zwei Stunden.

Saxon Saxon

Da macht es auch nichts aus, wenn bei "747 (Strangers In The Night)" das Snarefell reißt und Nigel den Song auf einem Tom als Snare-Ersatz zocken muss. Nachdem die Sachsen zwei Mal zur Zugabe zurückkommen, ist dann endgültig Schluss und alle Beteiligten gehen zufrieden nach Hause. Undenkbar, dass SAXON sich eines Tages dem Ruhestand überantworten. Dieser Verlust wäre verdammt schwer wegzustecken! (John)

Saxon

Setlist:

  • State Of Grace
  • Dogs Of War
  • Let Me Feel Your Power
  • 747 (Strangers In The Night)
  • To Hell And Back Again
  • Red Star Falling
  • Witchfinder General
  • Strong Arm Of The Law
  • Crusader
  • Man and Machine
  • Heavy Metal Thunder
  • Motorcycle Man
  • I've Got To Rock (To Stay Alive)
  • Princess Of The Night
  • Solid Ball Of Rock
  • Dallas 1PM
  • Atilla The Hun
  • Wheels of Steel
  • Denim And Leather

Fotos: Britta Stippich

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