Es ist Rosenmontag der 04.02.2008, vielerorts herrscht buntes und
feuchtfröhliches Fastnachts-Treiben und ich bin voller Vorfreude auf dem
Weg zu einem der ersten Konzerthighlights dieses noch jungen Jahres,
denn GREAT WHITE geben sich - vom angekündigten Auftritt beim Bang Your
Head dieses Jahr mal abgesehen - für einen Gig die Ehre.
Ohne Vorband beginnen GREAT WHITE, in einem gut gefüllten Colos-Saal,
um Punkt 21 Uhr ihren gut zweistündigen Set, welcher die gesamte
Schaffensperiode der Band streift und allen Anwesenden einen Abend mit
zeitlosem, bluesgetränktem Hard Rock der Extraklasse bietet.
Als hätte es die tragische Bandkatastrophe in Rhode Island nie gegeben
legt die Band von der ersten Sekunde an kraftvoll und agil los und
präsentiert sich als wieder zusammengefundene, homogene und hungrige
Einheit. Das Publikum weiß dies entsprechend zu würdigen und feiert
Band und Songs dementsprechend ab.
Einzig der Anblick eines kurzhaarigen Jack Russel und eines
glatzköpfigen Mark Kendall ist anfangs ein wenig ungewohnt.
Highlights des regulären Sets sind für mich zweifellos "Face The Day",
"Save Your Love" sowie ein fullminantes "Rock Me", welches das Konzert nach
90 Minuten dann auch vorerst beendet. Damit ist aber noch nicht Schluss
und als weiteren Höhepunkt eröffnet man den Zugabenteil mit dem LED
ZEPELLIN-Cover "No Quarter", welches erneut Jack Russell als
Ausnahmesänger hervorhebt.
Für mich überraschend kommt das selbstironische "Wasted Rock Ranger" zum
Zug, bei welchem sich auch die Band ein Augenzwinkern nicht verkneifen
kann. Mit dem unvermeidlichen "Once Bitten Twice Shy" schickt man gegen
23 Uhr ein zufriedenes Publikum nach Hause.
Die einzige Frage, die sicherlaubt sein darf: Warum gibt man den Songs
der Soloaktivitäten von Jack Russell und Mark Kendall sowie dem vom
Bassisten gesungenen "Day Of The Eagle", welche zwar nicht unangenehm
auffallen, Vorrang vor Perlen wie "The Angel Song" oder "Shoot In The Dark",
die sicher nicht nur ich schmerzlich vermisst habe.
Nichtsdestotrotz: Welcome back boys und wir sehen uns beim Bang your
Head!
Setlist:
Desert moon
Old rose motel
Face the day
Back to the rhythm
On your knees
Save your love
Paradise (Jack Russel (solo))
House of broken love
Kill that red rooster (mit Mark Kendall am Gesang (solo))