Mit „Penta“ erreicht mich das neue Album des Münsteraner Gitarristen Ralf „Doc“ Heyne, der mir allerdings erst seit Kurzem ein Begriff ist, weil er als der neue Klampfer an der Seite von Jürgen Breforth bei Mad Max vorgestellt wurde. Nun ja, die Info sagt jedenfalls, dass er u.a. schon mit Paul Sabu, ex-Victory Shouter Fernando Garcia sowie Marc Storace gearbeitet hat. Okay, an mir ging das alles jedenfalls völlig vorbei. Ist aber auch egal, denn „Penta“ ist ein (Fast-) Instrumental-Album, denn bis auf einige Screams („Boah Ey“) oder im Chor gesungene Passagen bzw. verzerrte Stimmen etwa bei „Pechpilz“ regieren Gitarren, Bass und Drums. Einige schräge Titel wie, neben den beiden genannten etwa „Tina Vor Ewa“, „Rest-A-Fing“ oder „Holterdipolter“ lassen erahnen, dass die Musik genauso schräg sein könnte. Aber das ist falsch, sie ist tatsächlich größtenteils NOCH schräger. Schon der Opener „Carnary Rhapsody“, bei dem das Gepfeife eines Kanarienvogels „Star“ des Songs ist, ist ein erster Fingerzeig über die Gedankenwelt des Doc Heyne. Dabei ist dieses Stück noch eines der melodischsten auf dem Album. Denn mich holt auch das restliche Material in keinster Weise ab und nervt mich eher, als dass ich mit Genuss zuhören könnte. Da rettet auch der fette Mix durch Vince Sorg (u.a. In Extremo, Die Toten Hosen) nichts mehr. Ich höre ab und zu wirklich gerne Instrumental-Alben, dieses krude Werk gehört aber nicht dazu.
DOC HEYNE – PENTA
Fazit
Schräg, schräger, am schrägsten und weit und breit kein roter Faden in Sicht!