Es gibt so Bands, die nennen sich so ähnlich wie ihre großen Vorbilder und spielen dann die Songs ihrer Helden nach. Das nennt man dann Tribute Bands. Dann gibt es wiederum Kapellen, die spielen zwar eigene Songs, aber bereits nach 15 Sekunden weiß man sofort, wem da nachgeeifert wird. Hier trennt sich dann die Spreu vom Weizen, denn die einen schaffen es, trotz aller Sympathiebekundungen ihr eigenes Ding zu machen. Die anderen müssen sich damit abfinden als einfacher Abklatsch einer großen Band zu leben. Zu letzteren gehören VOLTER, denn wie stumpf hier MOTÖRHEAD kopiert werden ist schon abenteuerlich. Schon nach wenigen Takten von „High Gain Overkill“ ist die Ähnlichkeit klar offensichtlich. Und auch wenn im Begleittext gar nicht erst verhehlt wird, dass die drei Hannoveraner große Fans von Lemmy & Co sind, so hätte ich mir doch etwas mehr Eigenständigkeit gewünscht. Hier wird wirklich so ziemlich alles verwurstet was MOTÖRHEAD groß gemacht hat. Das geht sogar soweit, dass der Sänger (keine Ahnung wer das ist, nach 5 Minuten Suche nach exakt dieser Information habe ich abgebrochen) wirklich alles tut, um auch so wie Lemmy zu klingen.
Und genau hier liegt für mich der Hund begraben, und ich komme auf meine Sätze zu Beginn dieser Kritik wieder. Man ist entweder eine Tribute Band oder lässt irgendwo seinen eigenen Stil mit einfließen. Ich glaube „High Gain Overkill“ würde mich mit einer anderen Gesangsstimme mehr interessieren. Oder einem etwas anderen Sound. Oder etwas anderer Songstruktur. So ist „High Gain Overkill“ eine müde Scheiben von der Band VOLTER, die so gerne wie MOTÖRHEAD sein wollen, dies aber leider nicht schaffen.
VOLTER – HIGH GAIN OVERKILL
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Fazit
Wer Bock auf einen schwachen MOTÖRHEAD Klon hat, kann hier zugreifen.