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23. Jul 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

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MORS SUBITA
Multijobs der Finnen
Toni B. Gunner
www.morssubita.com/


MORS SUBITA sind vier finnische Musikern aus Oulu, die mit modernem Melodic Death Metal berzeugen. Sie haben sich 1990 gegrndet und bringen zum Mai 2018 ihr neues Album "Into The Pitch Black" unter OneManArmy Records heraus. Im Interview erzhlen Mika Lammassaari und Eemeli Bodde, was MORS SUBITA von den anderen bekannte finnischen Melo-Death-Bands unterscheidet und worum es auf ihrer neuen CD geht.

Bitte erklrt euren Bandnamen MORS SUBITA (Englisch: "Sudden Death", Deutsch: Pltzlicher Tod - ist das Thema eurer Texte?

Mika: Ich wrde sagen, es beschreibt mehr unsere Musik als die Texte. Die Musik selbst kann den Zuhrer mit Brutalitt oder Schnheit berraschen. Natrlich ist der Tod in den Texten sehr prsent, aber eher auf eine langsame und schmerzhafte Weise.

Mors Subita wurde 1999 gegrndet, warum habt ihr nur 3 Alben rausgebracht - ist es Zeitmangel, weil einige von euch auch in anderen Bands spielen?

Mika: Nun, wenn man sieht, wie das Geschft damals war, sieht man, dass die Demoszene unter den neuen Acts sehr lebhaft war. Wir haben drei Demo CDs, eine Mini-CD und zwei EPs vor dem ersten vollen Release verffentlicht. Auch der DIY-Prozess war damals anders, nicht jeder hatte wie heute ein Heimstudio in seinem Schlafzimmer und die Verffentlichungsplattformen zur Hand. Der Prozess der Aufnahme und Freigabe war daher viel anspruchsvoller. Wir haben erst begonnen Alben zu verffentlichen, als unsere Mitglieder auch in andere Bands involviert waren, also ist Zeitmanagement nicht das Problem.

Scheint ein finnisches Ding zu sein: Viele von euch spielen in mehr als 1-2 Bands - gibt es in Finnland so wenige Musiker?

Mika: In Finnland haben wir die meisten Metalbands pro Kopf in der Welt, das sind 630 Bands fr jede Million Menschen sind. Es ist nur logisch, dass wir finnischen Musiker in mehr als einer Band spielen.

Zurck zu eurem kommenden Album: Worum geht es in "Into the Pitch Black"? Erzhlt es eine ganze Geschichte oder ist es eine Sammlung von neuen Songs?

Mika: Es ist kein Konzeptalbum, aber die meisten Songs des Albums sind inspiriert von dem, was es bedeutet, ein Mensch zu sein und wie unmenschlich wir auch sein knnen. Alltglicher Realismus und menschliche Schicksale stehen im Mittelpunkt.Der Titel bezieht sich auf den Bruchpunkt des menschlichen Geistes. Man kann entweder zurckprallen oder ins Pechschwarze fallen. Es gibt immer noch Hoffnung, aber es scheint eine Pattsituation zu sein.

Wer schreibt die Texte - welche Themen sind eure Inspirationen?

Mika: Eemeli schreibt die meisten Texte. Ich habe den Titelsong "Into the Pitch Black" und "Alas" geschrieben. Meine Kommentare zu diesem Thema sind in der frheren Frage ziemlich offen. Das Leben im Allgemeinen inspiriert uns.

Eemeli: Der lyrische Inhalt dreht sich um die Fehler der Menschheit. Menschen, deren Leben durch Terrorismus zerrissen wird; ein Individuum, das versucht, sich durch Depression zu kmpfen; das Konzept der Angst etc. Das Spektrum ist so breit, dass der Zuhrer sich wirklich in die Texte vertiefen muss und herausfinden muss, worum es bei jedem Lied geht.

Wenn ihr jemanden in einem Satz davon berzeugen wollt euer neues Album zu kaufen:

Mika: Untersttzt arme Musiker.

Welchen Song sollte man sich zuerst anhren?

Mika: Man sollte mit dem Intro beginnen und sich danach den Opener-Song "As Humanity Weeps" anhren.

Zum Tourleben: Auf eurer Tour wart ihr neben Finnland auch in Japan, wie kam es dazu und wann ist eine Tour in Europa/Deutschland geplant?

Mika: Die Gigs in Japan kamen durch einen Freund von uns zustande. Wir kennen den japanischen Promoter von frher. Sie haben uns ein Angebot geschickt und wir haben es angenommen. Eine Europatour wird hoffentlich im nchsten Jahr stattfinden.

An welchem Ort, in welcher Stadt oder in welchem Land wrdet ihre gerne einmal die Bhne betreten - und warum?

Mika: Es sind zu viele, um sie alle zu nennen, aber in Deutschland gibt es tolle Bhnen, auf denen wir zum Beispiel Sommerfestivals wie Summerbreeze, Rockharz, Wacken Open Air spielen mchten.

Habt ihr jemals betrunken gespielt?

Mika: Einmal vor langer Zeit bin ich betrunken gewesen. Es wird nie wieder vorkommen.

Gibt es irgendwelche Gewohnheiten, die ihr an euren Kollegen auf Tour hasst? Hat jemand seltsame Gewohnheiten?

Mika: Es gibt keine auergewhnlichen Gewohnheiten bei uns. Alle menschlichen Sekrete und Gewohnheiten sind auf Tour blich und zu ertragen.

Was mgt ihr an euren Band-Kollegen?

Mika: Wir mgen den Humor und die Arbeitsethik der anderen.

Wer ist der Herzensbrecher in eurer Band?

Mika: Alle von uns sind Herzensbrecher.

Was unterscheidet eurer Meinung nach MORS SUBITA von euren finnischen Kollegen Wolfheart / Insomnium / Omnium Gatherum / Stam1na?

Mika: Unsere Musik ist etwas heftiger und lehnt sich eher an den amerikanischen Metal-Sound als an den skandinavischen Melo Death an.

Letzte Frage: Gibt es Fragen, die ihr nicht in einem Interview gestellt bekommen mchtet?

Mika: Es sind alle Fragen erlaubt.

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